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Zwischenruf - Michael Kinnen:Buch der Dankbarkeiten

Drei Dinge - für eine nachhaltige Zufriedenheit
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
30. Aug. 2025
Von:
Michael Kinnen

Ich habe mal an einem Seminar teilgenommen, das in Blöcken über mehrere Jahre ging. Immer abends an einem Kurstag sollten wir in ein Notizbuch drei Stichworte reinschreiben, für die wir dankbar sind. Ehrlich gesagt, am Anfang fand ich das ziemlich doof. Und dann hab ich so Sachen reingeschrieben wie: Schönes Wetter, gutes Essen, gute Stimmung. Danke! Von Mal zu Mal sind mir dann aber auch andere Dinge aufgefallen - nichts Großartiges, eher Kleinigkeiten: ein gutes Gespräch; die Freude über das Wiedersehen mit der Gruppe; einen Satz aus dem Seminar, der mir weitergeholfen hat. Da gab es immer wieder Grund zum Dankbar-Sein. Nach und nach ist aus dem kleinen Notizbuch ein großes Buch der Dankbarkeit geworden - prall gefüllt mit den kleinen und großen Dankbarkeits-Gründen. Wenn ich heute - Jahre nach dem Seminar - darin blättere, wird mir richtig warm ums Herz. Drei Dinge nur. Aber jeden Tag neu. Eine ganze Fülle. Wenn Sie mögen, probieren Sie’s doch auch mal aus: Schreiben Sie jeden Abend vor dem Schlafengehen - oder auch gleich morgens nach dem Aufstehen - oder in der Mittagspause - wann auch immer: Schreiben Sie mal drei Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Wie gesagt: Das müssen keine Lottogewinne sein. Das kann das scheinbar Banale, Alltägliche, fast Selbstverständliche sein. Und es muss Sie auch gar nicht beim Aufschreiben schon glücklich machen. Wenn Sie das mal eine zeitlang gemacht haben, nehmen Sie die Notizen irgendwann mal wieder vor. Vielleicht sogar gerade dann, wenn es scheinbar gar keinen Grund zur Freude und zur Dankbarkeit gibt. Blättern Sie gerade dann in den Notizen mit den „drei Dankbarkeiten“ des Tages. Sie werden staunen, was da im Lauf der Zeit zusammengekommen ist. Gott sei Dank!