Zwischenruf - Thorsten Hoffmann:Mahatma Ghandi

Es gibt Menschen, die die Welt veränderten.
Einer von ihnen starb heute vor 78 Jahren: Mahatma Ghandi. Am 30. Januar 1948 wurde er von einem fanatischen Hindu in Neu-Delhi erschossen.
Ghandi war politisch hoch engagiert. Er kämpfte für die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Kolonialmacht. Aber er tat das nicht mit Waffen und Gewalt. Ghandi setzte konsequent auf Dialog und friedlichen Widerstand.
Damit hat er schon zu Lebzeiten viele Menschen inspiriert. Man gab ihm den Ehrennamen Mahatma – „große Seele“. Millionen Inder folgten seinem Beispiel und tatsächlich: Es war erfolgreich. Ghandi erreichte letztlich die Unabhängigkeit Indiens.
Dieser kleine Mann, der auf Fotos meist barfuß und in einem weißen Gewand zu sehen ist, konnte gewaltfrei ein mächtiges System bezwingen. „Frieden ist der Weg!“. Davon war Ghandi überzeugt. Und er riet seinen Schülern: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“
Solche Sätze bewegen Menschen bis heute. Auch Christinnen und Christen. Ich muss selbst unweigerlich an Jesus und seine Botschaft der Nächstenliebe denken. Ghandi ist nie Christ geworden, aber er nannte Jesus einen der „größten Lehrer der Menschheit“. Was Ghandi und Jesus verbindet, ist ihr Glaube an die Kraft der Liebe und der Güte in dieser Welt.
Wie schön wäre es, wenn auch die heutige Politik sich ein wenig an Ghandis Idealen orientieren würde: Frieden ist der Weg! Und Veränderung beginnt bei mir.