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Zwischenruf - Corinna Achtermann:Erinnerungen schaffen

Erinnerungen sind wie kleine Schätze, die Menschen und Momente über die Zeit hinaus lebendig halten.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
27. Aug. 2026
Von:
Corinna Achtermann

Ich trage eine Kette, die mal meiner Oma gehörte. Meine Oma ist schon einige Jahre tot. Und doch kann ich mich noch an viele gemeinsame Momente mit ihr erinnern. Ich erinnere mich an Gespräche mit ihr. An die Geschichten, die sie mir erzählt hat. Aber auch an den Käsekuchen, den sie gebacken hat. Oder an die Plätzchen, die so hart waren, dass man sie nicht durchbeißen konnte. 
Manchmal reicht ein bestimmter Geruch, ein Lied oder ein altes Foto, und plötzlich bin ich mittendrin in einem längst vergangenen Moment. In Erinnerungen. Erinnerungen haben eine besondere Kraft. Sie verbinden mich mit Menschen, Orten und Ereignissen, die mein Leben geprägt haben. Sie sind wie kleine Schätze, die die Zeit überdauert haben. Sie sind kostbar. 
Oft sind es eben nicht die großen Ereignisse, die im Gedächtnis bleiben. Viel häufiger sind es die kleinen Momente: ein gemeinsames Essen, ein Spaziergang, ein unerwartet gutes Gespräch oder ein Abend, an dem einfach alle zusammen waren.
Je älter ich werde, desto mehr entdecke ich, wie wichtig solche Erinnerungen sind. Sie zeigen mir, woher ich komme, wer mich geprägt hat und wieso ich so geworden bin, wie ich heute bin. 
Ich hoffe, dass sich irgendwann auch einmal jemand auf diese Weise an mich erinnert. An ein gutes Gespräch oder einen lustigen Abend. Aber das passiert nicht einfach so. Es braucht gemeinsame Zeit und Erlebnisse. 
Also mal schauen, welche Gelegenheiten und Chancen der heutige Tag noch bereithält, um Erinnerungen zu schaffen. Für mich und vielleicht auch für andere.