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Zwischenruf - Christian Heinz:Willi Graf und die große, weite Welt

Von Willi Graf können wir heute lernen, die Weite unserer Welt zu entdecken. Und mutig zu sein, allem zu widersprechen, was die Menschen klein und dumm halten will.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
2. Jan. 2026
Von:
Christian Heinz

„Wenn ein Mensch mit aller Anstrengung lernt und forscht, so wird ihm mit jeder neuen Erkenntnis die Welt größer und weiter.“, dieser Satz stammt von Willi Graf. Heute ist sein Geburtstag. Und er hat recht: Mit allem, was ich neu lerne, wird mein Horizont weiter und meine Welt größer. 
Als junger Mann hatte Willi Graf in der Diktatur der Nationalsozialisten den Mut,  
das Offensichtliche auszusprechen. Er gehörte zur Weißen Rose, jener kleinen Gruppe Studierender, die Flugblätter verteilte und die Verbrechen des Regimes beim Namen nannte. Am 12. Oktober 1943 wurde er dafür hingerichtet. Was ihn antrieb, war auch seine christliche Überzeugung. Dazu gehörte für ihn ein offeneres Weltbild als das, wofür die Nazis standen. Zu Willi Grafs Geschichte gehört, dass er reiste, las, studierte. Er und seine Gefährtinnen und Gefährten ließen sich nicht vorschreiben,  
wie weit ihr Horizont reichen durfte. 
„Wenn ein Mensch mit aller Anstrengung lernt und forscht, so wird ihm mit jeder neuen Erkenntnis die Welt größer und weiter.“ Genau das hat Willi Graf gelebt. Er wollte eine größere, eine weitere Welt – und er widersprach denen, die Menschen klein und dumm halten wollten. Sein Leben erinnert mich daran, dass Freiheit immer auch etwas mit Bildung zu tun hat. Und dass Mut manchmal darin besteht, die erkannte Wahrheit nicht zu verschweigen.