Zwischenruf - Michael Kinnen:Zweiundvierzig

Zweiundvierzig. Das ist die Antwort. Die Antwort auf „die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Zumindest, wenn es nach dem Science-Fiction-Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ geht. Zweiundvierzig. So einfach. Suchende sind durch all die Jahrtausende der Frage nachgegangen, woher der Mensch kommt, wohin er geht, und was der Sinn des Lebens ist. Für Theologinnen und Theologen und andere Menschen, die auf der Suche nach Gott sind, ist Er eine Antwort. Aber eben auch keine, die so einfach ist. Denn auch wenn ich als Christ glaube, dass mein Leben einen Halt findet, wenn ich selbst keine Antwort mehr weiß, ist das ja kein Patentrezept für alle Ewigkeit. Die Fragen bleiben. Und so eine Zahl gibt eben auch keine Antwort auf die Frage nach dem Woher, dem Wohin; nach Freude und Leid und dem Wozu von alledem im Leben. Noch nichtmal, wenn Zweiundvierzig zufällig auch noch das Produkt aus sechs und sieben ist - sechs mal sieben ist zweidundvierzig - also „six-seven“. Selbst die Künstliche Intelligenz kommt an Grenzen, wenn man sie fragt: „Es ist ein Symbol für die Suche nach Sinn und die Akzeptanz, dass manche Antworten einfach absurd oder unerklärlich sind“, heißt es da. Tja. Die Antwort können Sie also nur selbst geben: Ich wünsche Ihnen heute einen Lichtblick, der Sie der Antwort nach dem Sinn ein bisschen näher bringt; der Sie spüren lässt, dass es da mehr gibt, als man sehen und verstehen kann. Und der Sie ein kleines bisschen besser aushalten lässt, dass es eben nicht auf alles gleich eine einfache Antwort gibt. „Six-seven“ eben. Aber deshalb nicht unbedingt zweiundvierzig.