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Zwischenruf - Dr. Martina Fries:Alles ist möglich

Raus aus dem Trott, rein ins Mögliche.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
8. Sept. 2026
Von:
Dr. Martina Fries

Ich mag die amerikanische Serie The Big Bang Theory
Der Alltag der vier Freunde Howard, Sheldon, Leonard und Raj ist sehr gleichmäßig strukturiert. Die Speisen sind für jeden Abend festgelegt. Donnerstags ist Pizza-Abend. Ebenso die Aktivitäten. Mittwochs gehen sie in den Comic-Buchladen. Das gibt Sicherheit und vor allem verhindert es Diskussionen.
Eines Tages beschließen die vier Freunde, dass jeder dritte Donnerstag im Monat der „Alles-ist-möglich-Donnerstag“ ist. Der Sinn ist laut Howard, „dass wir mal aus dem Trott rauskommen, in dem wir stecken.“ 
Also gibt es am ersten „Alles-ist-möglich-Donnerstag“ Thai-Essen statt Pizza. Doch als es dann an die Planung des weiteren Abends geht, scheitern die Freunde an dem „Alles-ist-möglich“. Den Vorschlag, auszugehen, um Frauen kennenzulernen, lehnen sie ab. An diese Möglichkeit glauben sie dann doch nicht und gehen lieber in den Comic-Buchladen, was sie sonst mittwochs machen. 
Ich finde den Gedanken des „Alles-ist-möglich“ schön. Der Wunsch, aus dem Trott auszusteigen und sich, weil es das leichter macht, einen bestimmten Tag dafür auszusuchen.
Egal ob an einem festen Tag oder immer mal wieder: überlegen, was auch noch alles möglich wäre. Und das nicht nur, wie die vier Freunde, auf die Wahl der Länderküche an einem Abend oder den Wechsel der schon bekannten Freizeitaktivitäten beziehen, sondern wirklich groß denken. Was ist alles möglich? Und auch daran glauben, dass es auch mir möglich sein kann. 
Das kann mein Leben bunter machen, meinen Horizont erweitern.
Was heute wohl alles möglich ist?