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Zwischenruf - Wolfgang Drießen:Die Welt braucht Zauberer

Ein bisschen zaubern, das kann eigentlich jeder Mensch.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
16. Aug. 2026
Von:
Wolfgang Drießen

„Wärst du ein Zauberer“ das ist ein Lied vom Niederländer Hermann van Veen. Ich habe es vor kurzem noch einmal im Radio gehört und bin extra im Auto sitzen geblieben, um es bis zum Ende zu hören. Und meine Familie hat sich gewundert, was denn mit mir wohl los sei. Ganz einfach: ich muss zuhören und dabei an meine Enkel denken. Einer ist acht, die beiden anderen vier Jahre alt. Es macht große Freude, ihnen beim Wachsen zuzusehen. Gleichzeitig mach ich mir immer wieder Sorgen, was wohl noch alles auf sie zukommt und was aus der Welt wird, in der sie noch lange leben werden. Das Lied kannte ich schon, da waren meine eigenen Kinder noch klein. Geändert an der Aktualität hat sich nichts, im Gegenteil. „Wärst du ein Zauberer, dann gäb's nur Sonnenschein. Wärst du ein Zauberer, wär niemand mehr gemein. Wärst du ein Zauberer, dann würden alle Menschen Freunde sein.“ Ach ja, wären alle Menschen so wie Herman van Veen, dann bräuchte ich mir um meine Enkel keine Sorgen machen. Denn: „Es würden keine Fäuste fliegen, und keinem Menschen ging es schlecht. Das Gute würde spielend siegen, jedes Lächeln wäre echt“, heißt es im Lied. Und: „Im Winter gäb‘s genügend Schnee und trotzdem wär's gemütlich warm und niemand würde reich geboren und niemand wäre arm.“  „Wunschdenken“ mag man da sagen und „Zauberer gibt’s ja sowieso nicht“. Falsch, sage ich. Solange es Menschen wie Herman van Veen gibt, der sich übrigens seit Jahrzehnten für UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen engagiert, gebe ich die Hoffnung nicht auf. Denn Menschen wie er sorgen dafür, dass die Welt lebens- und liebenswert bleibt. Und Ihnen und meinen Kindern und Enkeln gebe ich am Schluss noch eine Zeile des Liedes mit in den Tag: „Den Zauberkurs von A-Z beherrscht man nicht mal als Skelett. Doch mein Sohn, versuch' im Leben, das Zaubern niemals aufzugeben.“