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Zwischenruf SR3 - Christian Schöneberger:Gebt ihr ihnen zu essen!

Das Wunder beginnt mit dem Teilen: Was wir geben, reicht für alle.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
2. Aug. 2026
Von:
Christian Schöneberger

Das Wunder der Brotvermehrung wird heute in den katholischen Gottesdiensten vorgelesen. Wie oft habe ich sie schon gehört. 
Was passiert? Jesus trifft sich einen ganzen Tag lang mit einer großen Zahl von Menschen, die von überall herkommen. Sie hören Jesus zu, als er von Gottes guter Botschaft, der Menschenfreundlichkeit, erzählt. Ich sehe sie vor mir: aus unterschiedlichen Dörfern, aus unterschiedlichen Familien und unterschiedlichen sozialen Schichten kommen sie. Kunterbunt gemischt, nicht vorher aussortiert. Sie bringen ihre Sorgen mit. Haben ihre Fragen im Gepäck. 
Gekommen sind sie – wegen Jesus. Er führt all diese unterschiedlichen Menschen zusammen. Den ganzen Tag hören sie Jesus zu, diskutieren miteinander, was die Botschaft bedeutet. Sie vergessen dabei die Zeit. Die Freunde von Jesus, die dabei sind, mahnen irgendwann: es ist schon spät, die Leute haben Hunger, wir müssen alle nachhause schicken.
„Gebt ihr ihnen zu essen!“ die Aufforderung von Jesus an seine Jünger überfordert sie. Das schaffen wir nicht. Das Wunderbare an diesem Tag geschieht, als ein kleiner Junge mit seinen fünf Broten und zwei Fischen seinen Vorratsbeutel öffnet! Zweifel: Wie soll das für die ganze Menge reichen? Der Junge verschenkt sein scheinbar viel zu kleines Mitbringsel. Im Teilen reicht es für alle! Mehr als genug. 
Was erleben die Menschen mit Jesus: Vorratsbeutel öffnen, miteinander teilen, sich gegenseitig beschenken, mit dem, was ich selbst dabeihabe. Und es reicht für alle. 
Wenn jeder anfängt das zu teilen, was er hat! Nein, wenn ich mit dem Teilen beginne – dann bleibt genug – Und genau das ist für mich das Wunder!