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Zwischenruf - Martina Grosch:Zivilcourage erfordert Mut!

Sich für andere Menschen in Notsituationen einzusetzen, erfordert Mut.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
20. Apr. 2026
Von:
Martina Grosch

“Zivilcourage” ein großes Wort und zurzeit in aller Munde. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort “Bürgermut”. Gemeint ist: Wer erlebt, dass Menschen bedroht, belästigt, angegriffen, ungerecht behandelt werden und sich nicht abwendet, sondern eingreift zeigt Zivilcourage. Ein Beispiel: Eine Zugbegleiterin wird von einem Fahrgast angepöbelt und beleidigt. Wer sich einmischt und hilft, zeigt Zivilcourage.
Das gilt auch in den sozialen Medien, wenn z.B. diskriminierende Anfeindungen und Hass gepostet werden. Wer da seine Stimme gegen Hass erhebt, also nicht schweigend zustimmt, ist ein mutiger Bürger.
Zugegeben, das ist nicht einfach. 
Was würde ich tun? 
Ich weiß ja nicht, wie die Anderen reagieren. Traue ich mir zu mich einzumischen, wenn jemand belästigt wird? 
Hätte ich genügend Mut? Bringe ich mich selbst nicht in große Gefahr?
Vielleicht muss ich Angst um mein Leben haben, werde verletzt oder ausgelacht.
Aber einfach weggucken geht auch nicht. Dem Angreifer muss doch Einhalt geboten werden.
Da ich keine große Heldin bin, mache ich mir einen kleinen Plan, wie ich mich in einer Situation verhalten kann, wenn ein Mensch in Gefahr gerät. Machbar ist um Hilfe zu rufen und auf die Situation aufmerksam machen. Die Polizei anrufen, geht auch ohne mich zu gefährden. SOS 110. Oder andere Passanten um Unterstützung bitten, zusammen sind wir stärker. 
Ich muss mich nicht wegducken, ich kann was tun.
Das fühlt sich richtig und stark an.