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Zwischenruf - Christian Heinz:Abschiede und letzte Worte

Wenn Abschiede schwerfallen, es schwierig ist, Worte zu finden, dann kann es helfen, sich Gott anzuvertrauen.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
20. Mai 2026
Von:
Christian Heinz

“Letzte Worte -
was werden meine sein, was werden deine sein?
Was fällt uns wohl zum guten Schluss noch ein?”,
das fragt Manfred Siebald in einem seiner Lieder. Ich gebe zu, mir fällt es immer schwer mich zu verabschieden, die richtigen Worte und Gesten zu finden. Die Bibeltexte, die momentan in den Kirchen gelesen werden, helfen mir ein wenig. Mit Pfingsten endet die 50tägige Osterzeit. In den Bibeltexten wird erzählt, wie Jesus sich unmittelbar vor seinem Tod von seinen Jüngern verabschiedet. Er gibt ihnen viel mit auf den Weg: Sie sollen mit Jesus und untereinander verbunden bleiben. Sie sollen einander lieben, wie Jesus sie geliebt hat. Gleichzeitig wird von Paulus berichtet. Auch er muss sich von seinen Gemeinden verabschieden. Für beide ist am Ende die Liebe entscheidend.
Am Ende spricht Jesus interessanterweise nicht mehr zu seinen Jüngern. Das Ende seiner Abschiedsrede, ist ein Gebet, ein inniges Gespräch mit Gott, den Jesus Vater nennt. Darin vertraut er all die Gott an, die ihm wichtig sind und bittet darum, dass sie eins bleiben, verbunden mit ihm, untereinander und mit Gott. Paulus ist es wichtig, die zu segnen, die er in diesem Leben nicht mehr treffen wird. 
Letzte Worte und Gesten, was werden meine sein, was werden deine sein? Mich tröstet das:  Jesus selbst findet am Ende nicht die perfekten Worte. Sondern vertraut sich selbst und die, die er zurücklässt, Gott in einem Gebet an. Vielleicht kann ich das ja auch am Schluss.