Zwischenruf - Christian Heinz:Lebens-Proviant

Ich gehe gerne wandern. Beim Wandern ist es gut, Proviant dabei zu haben: Was zu essen und was zu trinken. Es soll sie ja geben, die Zeitgenossen: Wenn sie hungrig sind, sind sie für nichts zu gebrauchen. Die Laune sinkt und nichts geht weiter. Beim Durst ist es noch schlimmer.
Und irgendwann geht es nicht mehr nur um die Laune, sondern an die Energieressource. Dann geht gar nichts mehr. Menschen haben das Leben immer wieder mit einer Wanderreise beschrieben. Mit den Auf und Abs. Und den Momenten, wo es nicht weiter geht, wo es Energie braucht. Da ist es gut, Proviant dabei zu haben.
Für meine Lebensreise ist Jesus Proviant. Dieser hat ja nicht umsonst in der Nacht vor seinem Tod Brot und Wein, Nahrung und Getränk, genommen, um so zu bleiben: Als Proviant, gerade auch dann, wenn es nicht weitergeht. Ich gehe deshalb – nicht nur berufsbedingt – oft zum Gottesdienst und zur Kommunion, nehme also – so glaube ich – Jesus als Nahrung und Getränk zu mir, wie Proviant. Das brauche ich, immer wieder, um weiterzukommen.
Diese Nahrung gibt mir Energie. Und nicht selten wird auch meine Laune durch diesen Proviant besser.