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Zwischenruf - Thomas Mann:Alles Glück der Welt

Wenn das größte Wunder des Lebens passiert, kann MANN oft nur staunen.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
2. Juli 2026
Von:
Thomas Mann

Ich gratuliere einer Kollegin, die gerade zum zweiten Mal Mutter wurde. Ich frage, wie die Geburt war: „Wenn Du den ersten Schrei deines Kindes hörst und du siehst die Hände, die Füße, die Finger und fühlst die weiche Haut, dann ist dir klar, dass sich alle Strapazen gelohnt haben. Alle Ängste sind auf einen Schlag weg." Sie ist voller Mutterstolz.
Sie und ihr Mann haben sich sehr ein zweites Kind gewünscht. Doch es gab Schwierigkeiten in der Schwangerschaft: Die Sorgen wurden zur Geburt hin immer größer.
Als meine Kollegin nun so voller Begeisterung schwärmt, wird mir klar, dass ich als Mann keine Vorstellung von dem habe, was bei einer Geburt vor sich geht. Männer können nur staunen, wenn das größte Wunder des Lebens passiert.
Ich frage also meine Kollegin, was ihr geholfen hat, mit den Sorgen und Ängsten umzugehen. „Mein Mann war zwar immer an meiner Seite, aber als es dann zur Geburt kam, war es vor allem die Hebamme. Die Hebamme hat uns in der Angst abgeholt. Sie hat gesagt: Ich bleibe bei dir, bis dein Kind geboren ist — auf welchem Weg auch immer."
In dieser Ausnahmesituation war die Begleitung durch eine Frau für meine Kollegin der Gamechanger. So ähnlich wird es auch von Maria erzählt, als Sie mit Jesus schwanger war. Schwanger, voller Sorgen, besuchte sie ihre Cousine Elisabeth. Elisabeth war die Frau, die Maria wirklich verstand. Und das änderte für die schwangere Maria alles: "Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter...".
Auch Meine Kollegin jubelt ähnlich: „Ich fühle mich seit der Geburt so beschenkt, dass ich aus tiefster Zufriedenheit, vor Glück, einfach so, weinen kann“.
Was für ein Wunder!