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Zwischenruf - Dr. Martina Fries:Die Welt im Rücken

Wir brauchen Orte, an denen die Welt für einen Augenblick in den Hintergrund tritt.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
9. Sept. 2026
Von:
Dr. Martina Fries

Was ist ihr Sehnsuchtsort?
Das Meer, die Berge oder ein ganz anderer Ort? 
Bei mir ist es das Meer. Ich liebe es, am Strand zu sitzen oder am Meer entlang zu spazieren. 
Dabei ist ein Strand ja nur: Sand, Wasser, Horizont. Nicht viel eigentlich. 
Die Autorin Bettina Baltschev hat eine Theorie, warum das Meer für so viele Menschen so wichtig ist. Sie sagt: Wenn man am Strand sitzt und aufs Meer schaut, hat man die Welt im Rücken. Man kann einfach mal alles hinter sich lassen. 
Die Welt im Rücken haben und einfach mal alles hinter sich lassen.
Ja, genauso fühlt es sich an, wenn ich am Strand bin.
Der Alltag ist dann ganz schnell ganz weit weg. Wenn ich aufs Meer schaue, ist da Weite. Gedanken, die mich quälen, werden vom Wind schnell weggeweht. Ungelöstes kann ich den Wellen anvertrauen. 
Der Alltag ist nicht weg am Meer, aber ich wende ihm mal den Rücken zu. Und das tut einfach gut.
Dem Alltag den Rücken zuwenden, das kann ich nicht nur am Meer. Das geht auch an anderen Orten: in den Bergen, im Wald, im Garten, auch auf der Couch. 
Egal wo, es braucht diese Momente des „Gedanklich am Meer-Seins“, des „allem den Rücken Zudrehens“.
Auch heute.