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Zwischenruf - Martin Wolf:Umwelttag

Schöpfung ist nicht irgendwas da draußen.
Ein Kopfhörer liegt auf einem Buch, daneben steht eine Tasse mit Tee oder Kaffee
Datum:
5. Juni 2026
Von:
Martin Wolf

Wie stark würde eine Flut nach einem schweren Unwetter meinen Wohnort treffen? Vor zwei Wochen konnte man das auf der Onlineseite einer großen Zeitung nachschauen. Hab ich natürlich gleich gemacht. In Kaiserslautern, wo ich wohne, sieht das noch recht entspannt aus. An anderen Orten im SWR3-Land ist das aber leider ganz anders.
Das passt gut zu einem Mottotag, der mal von der UNO eingeführt worden ist. Dem „Weltumwelttag“. Seit genau 50 Jahren gibt es den auch in Deutschland. Immer am 5. Juni. Ob solche Tage wirklich was bringen? Ich weiß nicht. Vielleicht hat die Horrorflut im Ahrtal vor fünf Jahren da mehr sensibilisiert als alle Umwelttage zusammen. Viele Menschen dort leiden bis heute darunter. Und die schrecklichen Bilder haben jedem gezeigt, was in Zukunft sogar öfter passieren könnte. Auch anderswo. 
Als Christen reden wir oft von der Bewahrung der Schöpfung. Schlimme Ereignisse wie im Ahrtal machen klar, dass Schöpfung aber nicht irgendwas da draußen ist. Ich sitze mittendrin. Umwelt, Klima und Schöpfung bewahren. Am Ende schützt das auch mich selbst. Natürlich muss die große Politik da weiter liefern. Aber jede und jeder kann selbst was tun. Auch im ganz Kleinen. Die bequeme Ausrede, dass das eh nichts bringt, die gilt nicht. Und weil wir alle im selben Boot sitzen, ist alles, was die Schöpfung schützt, auch gut für alle. Wir Christen würden sagen: Ein Dienst am Nächsten.